Strategieentwicklung

Aufgrund des starken Wachstums und durch Zukäufe weiterer Unternehmen wurden bei einem internationalen Anbieter für Fördersysteme und Antriebstechnik zunehmend Schwächen im Vertriebsbereich sichtbar. Weil alle europäischen Tochterunternehmen über eine eigene Lagerhaltung und Fertigungskapazitäten verfügten und gleichzeitig sich die Produktpalette stark vergrößerte, stiegen die Logistikkosten überproportional. Erschwerend war, dass sie weder untereinander vergleichbar noch mittelfristig planbar waren. Jedes Tochterunternehmen suchte ihr eigenes Optimum, was dazu führte, dass nun nach einer gesamteuropäischen Lösung gesucht wurde.

In einer Frachtanalyse wurden die Versanddaten entsprechend ihrer geographischen Verteilung innerhalb Europas aufbereitet. Gleichzeitig wurde die unterschiedliche Marktentwicklung innerhalb Europas berücksichtigt.

Anschließend wurden anhand der Ergebnisse mögliche Varianten für die zukünftigen Logistikstandorte erarbeitet. Hierbei fanden die gegebene Infrastruktur, absehbare Veränderungen im europäischen Lastverkehr und steuerliche Rahmenbedingungen Eingang. Grundsätzlich wurde eine 95%ige Lieferquote innerhalb von 24 Stunden in ganz Europa gefordert.

Das Ergebnis waren 3 Varianten für zukünftig 2 bis 3 Logistikzentren, die eine wesentliche Lagerbestandsreduzierung bei gleichzeitig höherer Liefersicherheit gewährleisten, da Produktion und Kapazitäten an allen Unternehmensstandorten künftig aufeinander abgestimmt werden. Durch gestiegene Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Kosten-Optimierung, ist ein weiterer Grundstein gelegt, auch künftig eigene Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz auszubauen.