Produktion

Der Produktionsbereich eines Möbelherstellers war durch eine geringe Produktivität, eine fragmentierte Prozesskette ohne Zuständigkeit für den Gesamtprozess und eine lange Durchlaufzeit von 20 Tagen gekennzeichnet. Der hohe Lagervorrat resultierte aus einer fehlenden Kapazitätsplanung und aus Auftragsgrößen, die sich nicht am Bedarf, sondern an optimierten Losgrößen der Maschinenauslastung orientierten.

Durch Einführung einer zweistufigen Fertigung mit einer standardisierten Variantenvielfalt und einer Lagerbestandsplanung mit täglicher Reichweiten-Analyse konnte der Lagervorrat erheblich reduziert werden - bei gleichzeitiger Sicherstellung einer 100%igen Lieferbereitschaft. Mit dem Umbau der Fertigungslinie verbunden war die Einführung von autarken Fertigungsgruppen und eine Neuordnung der Verantwortlichkeiten entlang der Prozesskette. Obwohl die Fertigung nun auftragsbezogen erfolgt, konnte die Durchlaufzeit auf 4 Tage reduziert und die Produktivität um 28% gesteigert werden.

Daraufhin konnte mehr Wertschöpfung durch Erhöhung der Produktion und Ausweitung des Dienstleistungsspektrums gesucht werden. Man schaltete um auf auftragsbezogene Endfertigung inklusive Direktversand an den Endkunden - ohne Zwischenlieferung an Händler und Verkäufer. Die Abhängigkeit von Großabnehmern wurde geringer und eine flexiblere Marktbearbeitung möglich.


Produktivität




vorher



nachher

Leistungssteigerung: 28%
Durchlaufzeit




vorher



nachher

Leistungssteigerung: 80%